Warum will ich einen Frauenkreis aufbauen?

Wir Menschen/ Frauen brauchen Kontakt und Austausch um uns in unserer Umgebung sicher fühlen zu können. Wir brauchen es, dass unsere Umgebung und die Menschen darin, uns das Gefühl der Sicherheit und des verbunden seins geben. Und weil wir in der heutigen Welt und Zeit nach meinem Empfinden zu wenig solche Räume und Zeiten haben, in denen wir uns mit anderen Menschen verbinden, austauschen und nähren können, ist es mir ein Bedürfnis einen solchen geschützten Raum zu öffnen und zu halten. Warum nur für Frauen? Das hat verschiedene Gründe. Ein Grund ist: Frauen haben andere Bedürfnisse als Männer, haben einen anderen Körper, gehen anders mit ihren Gefühlen um.

Und ich will es uns Frauen so leicht machen wie möglich. In einer Welt, die eine Männergesellschaft ist, wünsche ich mir, dass es einen Raum gibt für Frauen um sich zu zeigen und zu heilen. Ein Raum um in Kontakt mit unserem Körper zu kommen. Ein Raum in dem wir uns selbst wieder ganz spüren, spüren, was sich in unserem Körper gut anfühlt. Ohne irgendein besser, größer, schneller, noch perfekter, irgendetwas darstellen zu müssen. Wenn ich will die Maske, die dich schützt tragen und wenn nicht, sie auch ablegen können.
Es soll ein Raum sein, in dem wir das Leben feiern, tanzen, tönen mit unserem Trauma frei und lebendig sein können. Nicht irgendetwas loshaben, optimieren wollen, sondern einfach bereit sein, die Komfortzone zu verlassen und uns erlauben nicht perfekt zu sein, Fehler zu machen.
Das Trauma in einer Männergesellschaft zu leben, gibt uns Frauen die Chance, zu erleben, wie wir durch unsere Wunde stärker, fühlbarer geworden sind.

Der Raum ist eine Einladung zu Offenheit und Lebendigkeit. Eine Einladung uns unseren Fragen zu widmen. Wie ist das mit dem Ausgeliefert sein in einer Männergesellschaft? Mensch sein hat den Schatten von Trauma und Frau sein insbesondere, nur um ein vielfaches potenziert. Und das ist auch unser Potenzial, es zwingt uns dazu aufzuwachen. Stress entsteht, wenn wir unseren Körper, unsere Gefühle nicht fühlen, wenn wir uns nicht mit anderen Menschen verbinden, in Kontakt gehen, in Beziehung, uns austauschen. Keine Gattung hat soviel Stress wie der Mensch. Unser Trauma ist das Gefühl der Einsamkeit, sich alleine zu fühlen, ein schlechtes Selbstwertgefühl zu haben, Haß zu spüren auf sich und auf andere. So ein Trauma sprengt das System.

Ich wünsche mir, dass du dich mit mir sicher genug fühlst. Indem ich in Kontakt mit meiner Wunde bin, bin ich ein Mensch der weiß, ich werd alles tun, wenn du mir dein Trauma anvertraust, um dich nicht noch tiefer zu verletzen und zu verraten.

Weiblichkeit ist eine individuelle Angelegenheit, das ist keine feste Definition, die für alle gleich ist.
Ich wünsche mir eine Kultur der Traumaheilung, das würde unser Leben sehr viel gemeinsamer machen. Ich wünsche mir, daß wir mit uns selber weiblich und warm werden, wie wir verwundet wurden. Aber ich wünsche mir auch, daß wir dabei die Leichtigkeit nicht vergessen, dass wir dabei Spass haben und lebendig das Leben feiern, unsere Gefühle und unsere Körper fühlen. Gefühle müssen nicht transfomiert werden, Gefühle müssen gefühlt werden. Was transformiert werden kann sind unsere Glaubenssätze, unser Mindset.

Welche Themen würden Dich interessieren, wenn du in einen Frauenkreis kommst?
Was wäre Dir wichtig?
Was brauchst Du, was sind Deine Bedürfnisse?
Wonach sehnst Du Dich am meisten?
Wovor hast Du am meisten Angst?